JIU-JITSU

Die wesentlichen Elemente des Jiu-Jitsu sind Fall-, Roll- und Ausweichtechniken, Wurf- Hebel- und Würgetechniken, Schlag- Stoß- und Blocktechniken, Abwehr von bewaffneten und unbewaffneten Angriffen. Das regelmäßige Üben der Techniken soll die Chance erhöhen, eine Notfallsituation erfolgreich zu meistern, Daneben erlangt man Selbsvertrauen und eine verbesserte Kondition, die es auch erlaubt mit dem Alltagstress fertig zu werden

 

Jiu-jitsu Definition: 

 

Jiu = sanft, nachgiebig, bereitwillig

 

 

Jitsu = Kunst, Kampfkunst, Kriegstechnik

 

Beschreibung

 

Jiu-Jitsu ist ein japanisches Selbstverteidigungssystem, bei welcher Wurftechniken, Grifftechniken und Schlagtechniken eingesetzt werden. Jiu-Jitsu ergänzte in früherer Zeit die üblichen Kampftechniken der Samurai als eine waffenlose Selbstverteidigung gegen verschiedene Angriffsarten. Die Angriffe können als Nah- oder Distanzangriffe, im Stand oder am Boden, bewaffnet oder unbewaffnet erfolgen. Das moderne Jiu-Jitsu ist eine gute Möglichkeit der Selbstverteidigung und vermittelt neben Geduld und Einfühlungsvermögen beim Umgang mit dem Partner auch das erforderliche Selbstbewußtsein für den Ernstfall.

 

                                                     Woher kommt Jiu-Jitsu ?                                    

 

Diese Frage stellt sich, nachdem die Mutter des Judo für das Erlernen der Selbstverteidigung wieder Aufwind erfährt.

 

  Der Name Jiu-Jitsu weist auf Japan als Herkunftsland, wo es um 1550 aus China kommend eingeführt und von den Samurai als Fortsetzung des Kampfes ohne Waffen geübt und ausgeführt wurde. Bekanntlich hat Jigoro Kano dann im 19. Jahrhundert daraus unseren Kampfsport Judo (der sanfte Weg) entwickelt. Ist Jiu-Jitsu aber in seinem Ursprung wirklich eine fernöstliche Kampfart? Die historische Wahrheit über die Entstehung der waffenlosen Selbstverteidigung sieht ganz anders aus, wie die nachfolgenden Zeilen zeigen werden. Schon im Mittelalter stand das Freiringen beim deutschen Rittertum in hoher Blüte. Wissenschaftliche Forschungen haben nachweisen können, dass die europäischen Voltigier-, Fecht- und Ringerbücher des ausgehenden Mittelalters im Vergleich mit neuzeitlichem Schrifttum nichts anderes darstellen als das "originaljapanische" Jiu-Jitsu.Es kommt dabei keine Technik vor, die nicht bereits vor mindestens 600 Jahren bei unseren Altvorderen bekannt und in Gebrauch war. (Lt. M.Vogt, Dresden 1925) Im ausgehenden Mittelalter entstanden auch die ersten Ringerbücher. Das erste kam 1500 in Umlauf, 1512 erschien die Fecht- und Ringerhandschrift mit Zeichnungen von Albrecht Dürer und 1539 gab Fabian von Auerswald sein Ringerbuch mit Zeichnungen von Lucas Cranach heraus .In dieser Zeit haben alle wehrhaften Männer das sogenannte Freiringen regelmässig geübt. Dabei hatte sich eine Unterscheidung in reine übungsmässige, "geselligliche", Griffe und solche, "grobe", für den Ernstfall herausgebildet.Der dreissigjährige Krieg (1618-1648) hat dann       dieser alten "Raufkunst" ein Ende bereitet.

 

Jiu-Jitsu für Jugendliche und Erwachsene

Donnerstag 20.00-21.30 Uhr (Treff: 19.45 Uhr )

Ort: Kleine Turnhalle Falderaschule, Franz-Wieman-Straße 8

Kontakt: Otto Neitzel, Telefon 04393 / 2047